FRISCHE GESCHICHTEN NEUE IDEEN

Die Idee hinter dieser Webseite soll es sein, dass Ihr als meine Leser, immer wieder neue Geschichten,

Erzählungen, Gedichte, Ideen und Kommentare von mir vorfindet. Es soll ein Ort des Nachdenkens, des

Lachens, des Kommunizierens und des Diskutierens werden. Den Beginn machte damals die Figur „Ujay“,

der ich gleich diese Webseite www.ujay.at gewidmet habe.

Jetzt gibt es eine neue Kurzgeschichte. Schaut ab und zu rein und lasst Euch überraschen.

VERGESST NIEMALS UJAY!

Dieser    Kurzgeschichte    habe    ich    diese    Homepage    gewidmet.    Sie    erzählt    die    letzten Momente   von   Ujay,   von   seinem   Glück   und   seinem   furchtbaren   Tod.   Möge   man   denken,   er war   nur   ein   unbedeutender   Mensch,   so   wird   man   eines   Besseren   belehrt.   Die   Geschichte findest du hier .

GEDANKEN AN SOPHIE

Sie hätte zumindest heute kommen können. Heute, an diesem Tag. Für ihre Tochter. Sophie hätte sich gefreut. Nein freuen kann sie sich nicht mehr. Sie hätte es aber in jedem Fall verdient, dass ihre Mutter kommt. Ihr eine Rose schenkt oder ein paar Worte sagt. Vielleicht eine Szene aus dem kleine Prinzen vorgelesen, den Sophie so liebt. Nur die Großeltern standen hinten und haben mich mit ihren verheulten Gesichtern bemitleidenswert angegafft. Ich kenne diese Leute kaum. Was wissen die denn schon? Haben sich nicht um ihr Enkelkind gekümmert. Haben nie Hallo gesagt. Nie kundgetan: „Wir sind Oma und Opa und wollen ein Teil deines Lebens sein, wollen, dass du gefahrlos in die Schule kommst.“ Sie haben nie eine Karte oder ein Weihnachtsgeschenk an Sophie geschickt. Und dann stehen sie da neben Sophies wahren Freunden, mit ihren betroffenen Gesichtern, so als hätten sie irgendeine Bedeutung für uns. Das kotzt mich so an. Gott sei Dank stand ch vorne allein in meiner Wut, der Enttäuschung auf diese Welt. Voller Hass auf all die Ungerechtigkeit, die meinem kleinen Liebling widerfahren ist. Es tut so weh. So verdammt weh. Wenn die Tränen doch nur den Schmerz heilen könnten. Warum? Warum? Warum? Warum nur musste sie dort sein? In diesem fürchterlichen Augenblick. Hätte sie sich dieses eine Mal nicht fünf Minuten später auf den Weg machen können? Was heißt fünf Minuten, 10 Sekunden hätten gereicht. 10 Sekunden, in denen diese Bestien mit ihren 170 km/h trotz der roten Ampel noch einen freien Zebrastreifen gehabt hätten. Sophie liebte Autos. Sie konnte mir mit Fünf bereits alle Marken der Fahrzeuge aufsagen, die vorbeifuhren. Und dann ist das Letzte, was sie sieht, so eine scheußliche, aufgemotzte Mordwaffe. Ich hätte sie beim Weggehen zehn Sekunden länger drücken sollen. Mir beim Pausenbrotmachen mehr Zeit lassen sollen. Einfach zehn Sekunden mehr ihrem Leben widmen sollen. 10 Sekunden, die zwei glückliche Leben bedeutet hätten. Wie unbedeutend ist diese Zeitspanne für die meisten Menschen. Wann machen wir uns darüber denn schon Gedanken? 86.400 Sekunden hat der Tag. Was bedeuten schon mickrige 10 Sekunden? Sie verändern das Leben, sie zerstören es. So schnell wird es bei mir zwar heute nicht gehen, der Beipackzettel verspricht aber einen ruhigen, raschen Schlaf mit der Tablette. Zum Glück verschrieb mir die Ärztin genug davon. Den Wald hinter dem letzten Grab hatte ich schon am Anfang bemerkt. Ich musste einfach weg von dieser Grube. Ich hielt es nicht mehr aus. Kaum war die letzte Hand geschüttelt, der letzte Körper gedrückt, dem letzten Menschen erzählt, dass es einem gut geht und man jetzt allein sein möchte, begab ich mich in den Schatten der Bäume. Der Stumpf, tief drinnen im Gehölz, auf dem ich zurzeit sitze, spendet mir die notwendige Kühle und Ruhe für den finalen Schritt. Ich habe mir die Schuhe ausgezogen und spüre, wie die Frische des Windes meine Füße streichelt. Sophie hatte ich einmal den Lotussitz gezeigt, den ich aus dem Yoga-Kurs kannte. So saßen wir uns fortan jeden Abend, in dieser Pose der Ruhe, gegenüber und sinnierten über den Tag. Über das, was uns am besten gefiel. So wie ich jetzt hier sitze, in meinem schwarzen Anzug und dem weißen Hemd und der gelockerten Krawatte, die mir zuvor fast die Luft zum Atmen nahm. Ich würde einen sonderbaren Anblick abgeben für jemanden der hier zufälligerweise vorbeikommt. Da muss ich fast ein wenig kichern. Hier will ich die Ruhe finden, die mir zusteht. Die Ruhe für das, was bald auf mich zukommt. Ich sollte mich beruhigen, mich nicht aufregen, so lachen wie grad eben. An die schönen Dinge denken. Die Wut wird die Vergangenheit nicht mehr ändern. Daran habe ich jetzt nicht gedacht. Ich brauche ja Wasser. Das vergaß ich mitzunehmen. Dann muss ich diese Riesendinger wohl ohne Flüssigkeit schlucken. Wird schon gehen. 18 Stück sind in der Packung. Da sollte ich mich beeilen, um alle unten zu haben, bevor ich einschlafe. Ich will, nur, weil ich Angst vor dem Tablettenschlucken habe, nicht in meiner Absicht scheitern. Eins, und schlucken. Zwei, runter damit. Geht ja. Und weiter, und noch eins … Ging ja schneller, als gedacht. Ich glaube, ich lege mich ein bisschen hin, das Sitzen wird langsam anstrengend. Der Boden fühlt sich richtig gut an. So feucht, so kühl. Ach Sophie, dieser Wald würde dir gefallen. Hier könnten wir toben, hüpfen, springen, Blödsinn machen. War da ein Geräusch? Bewegte sich da hinten etwas. Ich weiß nicht, die Augen sind schon verdammt schwer. Da ist doch wer und spricht mit mir. Was sagte er? Das ist ein Privatgrundstück. Ich soll verschwinden. Ich glaube, das hat er gesagt. „Verzeihung, treffe mich hier nur mit Sophie. Schlafe kurz, dann bin ich gleich weg …“ Die Fortsetzung der Geschichte findet ihr hier: blog.2-go.at
DIE ANDEREN UND DIE EINEN Die einen lebten glücklich, die anderen wurden gejagt. Die einen lebten in Freiheit, den anderen wurde das versagt. Die einen wurden mehr und mehr, die anderen starben durch des Diktators Maschinengewehr. Die einen lebten in Ruhe und Frieden, die anderen wurden in die Gaskammer getrieben. Die anderen suchten sich ein Land, die einen gaben Ihnen ihre ganze Hand. Die anderen wollten jedoch mehr und mehr, die einen wurden verjagt, vor den anderen her. Die anderen nahmen das ganze Land, die einen waren plötzlich die große Schand, kein Finger mehr auf ihrer ausgestreckten Hand. Die andern leben glücklich, die einen werden gejagt. Die anderen leben in Freiheit, den einen bleibt das versagt. Die anderen werden mehr und mehr, die einen sterben durch des anderen Maschinengewehr. Die anderen leben jetzt in Ruhe und Frieden, die einen werden vielleicht bald in die Gaskammern getrieben.
Kontakt Ich würde mich sehr über Eure Kommentare freuen. Rami Ashour Freizeitanlage Pusztasee Postkasten 23 7163 Andau e: office@dasbuch.net Sämtliche Fotos lizenziert bei 123rf

SAMY

Die prämierte Geschichte von der Flucht eines jungen Kindes und seinen tragischen Erlebnissen findet Ihr hier.

NOCHE

Dieses   Hörspiel   bzw.   Drehbuch   ist   fertiggestellt.   In   der   Geschichte   geht   es   um   einen armen   Mann   (Noche),   dem   sein   kurzes   Glück   von   der   Arroganz   der   anderen   Menschen weggenommen wird.
 GIB DICH AUF   NIEMALS Gedanken an Sophie Gedanken an Sophie

Die Idee hinter dieser Webseite soll

es sein, dass Ihr als meine Leser,

immer wieder neue Geschichten,

Erzählungen, Gedichte, Ideen und

Kommentare von mir vorfindet. Es

soll ein Ort des Nachdenkens, des

Lachens, des Kommunizierens und

des Diskutierens werden. Den

Beginn machte damals die Figur

„Ujay“, der ich gleich diese

Webseite www.ujay.at gewidmet

habe.

Jetzt gibt es eine neue

Kurzgeschichte. Schaut ab und zu

rein und lasst Euch überraschen.

Gedanken an Sophie Gedanken an Sophie

GEDANKEN AN SOPHIE

Sie hätte zumindest heute kommen können. Heute, an diesem Tag. Für ihre Tochter. Sophie hätte sich gefreut. Nein freuen kann sie sich nicht mehr. Sie hätte es aber in jedem Fall verdient, dass ihre Mutter kommt. Ihr eine Rose schenkt oder ein paar Worte sagt. Vielleicht eine Szene aus dem kleine Prinzen vorgelesen, den Sophie so liebt. Nur die Großeltern standen hinten und haben mich mit ihren verheulten Gesichtern bemitleidenswert angegafft. Ich kenne diese Leute kaum. Was wissen die denn schon? Haben sich nicht um ihr Enkelkind gekümmert. Haben nie Hallo gesagt. Nie kundgetan: „Wir sind Oma und Opa und wollen ein Teil deines Lebens sein, wollen, dass du gefahrlos in die Schule kommst.“ Sie haben nie eine Karte oder ein Weihnachtsgeschenk an Sophie geschickt. Und dann stehen sie da neben Sophies wahren Freunden, mit ihren betroffenen Gesichtern, so als hätten sie irgendeine Bedeutung für uns. Das kotzt mich so an. Gott sei Dank stand ch vorne allein in meiner Wut, der Enttäuschung auf diese Welt. Voller Hass auf all die Ungerechtigkeit, die meinem kleinen Liebling widerfahren ist. Es tut so weh. So verdammt weh. Wenn die Tränen doch nur den Schmerz heilen könnten. Warum? Warum? Warum? Warum nur musste sie dort sein? In diesem fürchterlichen Augenblick. Hätte sie sich dieses eine Mal nicht fünf Minuten später auf den Weg machen können? Was heißt fünf Minuten, 10 Sekunden hätten gereicht. 10 Sekunden, in denen diese Bestien mit ihren 170 km/h trotz der roten Ampel noch einen freien Zebrastreifen gehabt hätten. Sophie liebte Autos. Sie konnte mir mit Fünf bereits alle Marken der Fahrzeuge aufsagen, die vorbeifuhren. Und dann ist das Letzte, was sie sieht, so eine scheußliche, aufgemotzte Mordwaffe. Ich hätte sie beim Weggehen zehn Sekunden länger drücken sollen. Mir beim Pausenbrotmachen mehr Zeit lassen sollen. Einfach zehn Sekunden mehr ihrem Leben widmen sollen. 10 Sekunden, die zwei glückliche Leben bedeutet hätten. Wie unbedeutend ist diese Zeitspanne für die meisten Menschen. Wann machen wir uns darüber denn schon Gedanken? 86.400 Sekunden hat der Tag. Was bedeuten schon mickrige 10 Sekunden? Sie verändern das Leben, sie zerstören es. So schnell wird es bei mir zwar heute nicht gehen, der Beipackzettel verspricht aber einen ruhigen, raschen Schlaf mit der Tablette. Zum Glück verschrieb mir die Ärztin genug davon. Den Wald hinter dem letzten Grab hatte ich schon am Anfang bemerkt. Ich musste einfach weg von dieser Grube. Ich hielt es nicht mehr aus. Kaum war die letzte Hand geschüttelt, der letzte Körper gedrückt, dem letzten Menschen erzählt, dass es einem gut geht und man jetzt allein sein möchte, begab ich mich in den Schatten der Bäume. Der Stumpf, tief drinnen im Gehölz, auf dem ich zurzeit sitze, spendet mir die notwendige Kühle und Ruhe für den finalen Schritt. Ich habe mir die Schuhe ausgezogen und spüre, wie die Frische des Windes meine Füße streichelt. Sophie hatte ich einmal den Lotussitz gezeigt, den ich aus dem Yoga-Kurs kannte. So saßen wir uns fortan jeden Abend, in dieser Pose der Ruhe, gegenüber und sinnierten über den Tag. Über das, was uns am besten gefiel. So wie ich jetzt hier sitze, in meinem schwarzen Anzug und dem weißen Hemd und der gelockerten Krawatte, die mir zuvor fast die Luft zum Atmen nahm. Ich würde einen sonderbaren Anblick abgeben für jemanden der hier zufälligerweise vorbeikommt. Da muss ich fast ein wenig kichern. Hier will ich die Ruhe finden, die mir zusteht. Die Ruhe für das, was bald auf mich zukommt. Ich sollte mich beruhigen, mich nicht aufregen, so lachen wie grad eben. An die schönen Dinge denken. Die Wut wird die Vergangenheit nicht mehr ändern. Daran habe ich jetzt nicht gedacht. Ich brauche ja Wasser. Das vergaß ich mitzunehmen. Dann muss ich diese Riesendinger wohl ohne Flüssigkeit schlucken. Wird schon gehen. 18 Stück sind in der Packung. Da sollte ich mich beeilen, um alle unten zu haben, bevor ich einschlafe. Ich will, nur, weil ich Angst vor dem Tablettenschlucken habe, nicht in meiner Absicht scheitern. Eins, und schlucken. Zwei, runter damit. Geht ja. Und weiter, und noch eins … Ging ja schneller, als gedacht. Ich glaube, ich lege mich ein bisschen hin, das Sitzen wird langsam anstrengend. Der Boden fühlt sich richtig gut an. So feucht, so kühl. Ach Sophie, dieser Wald würde dir gefallen. Hier könnten wir toben, hüpfen, springen, Blödsinn machen. War da ein Geräusch? Bewegte sich da hinten etwas. Ich weiß nicht, die Augen sind schon verdammt schwer. Da ist doch wer und spricht mit mir. Was sagte er? Das ist ein Privatgrundstück. Ich soll verschwinden. Ich glaube, das hat er gesagt. „Verzeihung, treffe mich hier nur mit Sophie. Schlafe kurz, dann bin ich gleich weg …“ Die Fortsetzung der Geschichte findet ihr hier: blog.2-go.at
DIE ANDEREN UND DIE EINEN Die einen lebten glücklich, die anderen wurden gejagt. Die einen lebten in Freiheit, den anderen wurde das versagt. Die einen wurden mehr und mehr, die anderen starben durch des Diktators Maschinengewehr. Die einen lebten in Ruhe und Frieden, die anderen wurden in die Gaskammer getrieben. Die anderen suchten sich ein Land, die einen gaben Ihnen ihre ganze Hand. Die anderen wollten jedoch mehr und mehr, die einen wurden verjagt, vor den anderen her. Die anderen nahmen das ganze Land, die einen waren plötzlich die große Schand, kein Finger mehr auf ihrer ausgestreckten Hand. Die andern leben glücklich, die einen werden gejagt. Die anderen leben in Freiheit, den einen bleibt das versagt. Die anderen werden mehr und mehr, die einen sterben durch des anderen Maschinengewehr. Die anderen leben jetzt in Ruhe und Frieden, die einen werden vielleicht bald in die Gaskammern getrieben.
Kontakt Ich würde mich sehr über Eure Kommentare freuen. Rami Ashour Freizeitanlage Pusztasee Postkasten 23 7163 Andau e: office@dasbuch.net Sämtliche Fotos lizenziert bei 123rf

VERGESST NIEMALS UJAY!

Dieser    Kurzgeschichte    habe    ich    diese Homepage     gewidmet.     Sie     erzählt     die letzten   Momente   von   Ujay,   von   seinem Glück     und     seinem     furchtbaren     Tod. Möge     man     denken,     er     war     nur     ein unbedeutender    Mensch,    so    wird    man eines   Besseren   belehrt.   Die   Geschichte findest du hier .

SAMY

Die prämierte Geschichte von der Flucht eines jungen Kindes und seinen tragischen Erlebnissen findet Ihr hier.

NOCHE

Dieses      Hörspiel      bzw.      Drehbuch      ist fertiggestellt.   In   der   Geschichte   geht   es um    einen    armen    Mann    (Noche),    dem sein   kurzes   Glück   von   der   Arroganz   der anderen Menschen weggenommen wird.
 GIB DICH AUF   NIEMALS
FRISCHE GESCHICHTEN NEUE IDEEN
Alle Texte © Rami Ashour
Alle Texte © Rami Ashour